Baubericht Cessna 180 von Aeronaut
Cessna 180 von Aeronaut
Erbauer: Thomas Friedrich (BE-257 z.Z. Kandidat) und Marc Avondet links (BE-239)
Bausatz Cessna 180* von AERONAUT https://aero-naut.de/Cessna-185-Skywagon-RC-Modell-Bausatz/137100
* wird vom Hersteller als Cessna 185 bezeichnet und ist so nicht ganz korrekt.
Holzbausatz, Teile CNC-Laser geschnitten, Bespannung = Oratex gelb, Schrumpfgewebe Folie
Baubeginn 28.11.2021 - Einfliegen 30.05.2026
Technische Daten
Spannweite 2m – Gewicht 5.5 kg – Flächenbelastung ca. 110 g/dm2 – Antrieb: Akku 6S/5100 mAh / Motor Hacker A50-16S V4 365 / Propeller 16x10 Holz)
Aktuelles Fazit
Der Baustart erfolgte wie üblich mit viel Enthusiasmus, aber es hat doch recht lange gedauert bis aus dem «Holzhaufen» aus der Kartonschachtel ein schönes und gut fliegendes Flugzeug geworden ist. Der Laser-Kit hat neben der Präzision den Nachteil, dass Brennkanten entfernt werden müssen und das erhöht den Aufwand wieder. Beim Erreichen des Rohbaus ist bekanntlich noch lange nicht Schluss und so sind aus den ursprünglich geplanten zwei Jahren inklusive einigen Denkpausen doch fast viereinhalb geworden. Der Bau des Rumpfes erfolgt dank der sehr präzisen Holzteile als dreidimensionales Puzzle und für die Flügel und Leitwerksteile stehen Karton-Helings mit präzisen Öffnungen für die Stehfüsse der Rippen zur Verfügung. Das Konzept ist einfach und gleichzeitig sehr zweckmässig. Selbstverständlich entsteht beim Finish eine Unmenge Holzstaub und das Aufbringen der 4-5 m2 Oratexfolie hat mit ARF nichts zu tun. Zwischendurch gab es mal Stirnrunzeln bei der gemessenen EWD von 3°, aber die Spezialisten von Aeronaut haben gesagt, dass die Cessna damit gut fliegen würde! Zum Glück hatten sie vollkommen recht.
Die Gewebefolie hat zur Folge, dass das Gewicht ca. 10 % höher ausgefallen ist als spezifiziert, aber dank dem aus Schwerpunktgründen recht kräftigen Antrieb trotzdem gute Flugleistungen gegeben sind. Die drei ersten Flüge haben gezeigt, dass der schöne Hochdecker sehr gut fliegt und das trotz der geraden Profilunterseite. Wir haben eigentlich ein eher träges Verhalten erwartet, was sich aber überhaupt nicht bewahrheitet hat. Die Landeklappen sorgen mit ca. 60° Maximalausschlag für viel Widerstand sprich Temporeduktion und deutliche Erhöhung der Sinkrate. Sie erfüllen so ihre Aufgaben als Landehilfe sehr gut. Die Flugzeit beträgt mit Halbstrom mindestens 20 Minuten. Die einzige notwendige Korrektur war die leichte Vergrösserung des Höhenruderausschlages.
Nach dem erfolgreichen Erstflug hat die Begeisterung dann nochmals massiv zugenommen und wir freuen uns auf die weitere Flugerprobung. Die hervorragende Infrastruktur des Fluggeländes des MV-Bern im Gürbetal macht viel Freude und wir bedanken uns, dass wir sie als Neumitglieder auch benutzen dürfen.
Thomas Friedrich und Marc Avondet